Schulsprengel Bozen/Europa

Zum Namensgeber unserer Schule

 

Am 12. Januar 1746 wurde J. H. Pestalozzi in Zürich geboren. Er entstammte einer italienischen Kaufmannsfamilie. Sein Vater war als Chirug tätig und verstarb früh. Seine Familie lebte in ärmlichen Verhältnissen, obwohl sie Bürgerrechte in der Stadt Zürich besaß. Pestalozzi wollte anfangs wie sein Großvater Pfarrer werden. Deshalb besuchte er eine philosophisch-theologische Hochschule. Schließlich studierte er auch Rechte. Einer seiner Lehrer war der bekannte Johann Jakob Bodner. Der gründete eine Mitgliedschaft "Die Patrioten", sie trafen sich wöchentlich und setzten sich mit Philosophen auseinander. Dabei kam Pestalozzi mit den Lehren von Jean-Jacques Rousseau in Kontakt. Er veröffentlichte seine Gedanken bezüglich neuer Staatsreformen, Mitspracherecht niederer Schichten usw. und machte sich so nicht nur unbeliebt, sondern auch jede Chance auf ein öffentliches Amt zu nichte. 1767 brach er sein Studium ab und begann eine landwirtschaftliche Lehre. Er heiratete gegen den Widerstand seiner Eltern Anna Schultheß und wurde Vater von einem Sohn, den er nach den Prinzipien von Rousseaus Erziehungsroman Emile erziehen wollte. Pestalozzi richtete auf dem Gut Neuhof in Aargau eine Armenanstalt ein. Schließlich leitete er ein Waisen- und Armenhaus in Stans. Dort betreute er zusammen mit einer Magd 80 Kinder. Dabei enstand der "Stanser Brief", indem er seine Pädagogik von "Kopf, Herz und Hand" beschrieb. Er beschloss Lehrer zu werden und unterrichtete nach seinem eigenen Modell in Burgdorf mit Erfolg. Sein pädagogisches Hauptwerk "Wie Gertrud ihre Kinder lehrt" entsteht. Darauf gründete er ein Erzeihungsinstitut im Schloss Yverdon und wurde dabei europaweit bekannt. Schließlich kehrte er nach Neudorf zurück und zog im "Schwanengesang" Bilanz seines Lebens. Er stirbt am 17. Februar 1827 in Brugg.

 

Zitate: 

 

  • "Wahre Menschlichkeit ist köstlicher als alle Schönheit der Erde."
  • "Der Glaube ist Liebe."
  • "Man muss durchaus dem Volk nahe sein, wenn man es regieren will."
  • "Taten lehren den Menschen und Taten trösten ihn."
  • "Ihr müsst die Menschen lieben, wenn ihr sie ändern wollt."
  • "Wer etwas wert ist, den machen Erfahrungen und Unglück besser."
  • "Das Herz gibt allem, was der Mensch sieht und hört und weiß, die Farbe."

Wikipedia Artikel

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