Schulsprengel Bozen/Europa

 

Das Modell der Ganztagsschule

 

In der Ganztagsklasse findet der Unterricht von Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis um 16.00 Uhr statt, sodass sich die wöchentliche Unterrichtszeit auf 30 Stunden beläuft. Hinzu kommen noch jene 10 Wochenstunden, welche die Kinder in der Mensa bzw. im Pausenhof verbringen. Um 12.30 Uhr nehmen die Schüler gemeinsam mit einer Lehrperson das Mittagessen ein.

 

 

 

Nach einer einstündigen Mittagspause im großen Hof der Schule, in welchen sich die Kinder auch am Vormittag für eine halbe Stunde im Rahmen der kleinen Pause begeben, beginnt um 14.00 Uhr der Nachmittagsunterricht. Am Nachmittag wird der Unterricht klassenweise gestaltet.

Auf Grund der Schulautonomie können sich die Schülereltern seit September 2004 pro Semester für eine 39 bzw. 40 Stunden Woche Ihres Kindes entscheiden, sich also überlegen, ob Sie Ihr Kind am Freitag um 14.00 Uhr oder um 16:00 Uhr abholen möchten. An diesem Nachmittag werden vielfach offene Unterrichtsformen angeboten. Auch besteht für die Lehrperson in dieser Zeit die Möglichkeit, die Klassenverbände zu öffnen.

Sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag werden in der Ganztagsklasse besondere Tätigkeiten, wie beispielsweise Fußball, Volleyball, Mini-Basket, Klettern, Eislaufen, Englisch, ein expertengestützter Musikunterricht oder die Tätigkeit des ganzheitlichen Bewegen und Lernens, angeboten. Darüber hinaus können sich die Klassenlehrer zusätzlich zu bestimmten, von der Stadtgemeinde Bozen kostenlos angebotenen Projekten (Eco-Projekt, Umweltprojekt, Schwimmen) anmelden.

Schriftliche Hausaufgaben gibt es in der Ganztagsklasse keine. Eine mündliche Vertiefungsarbeit ist in den ersten Schulstufen allerdings gerade beim Erlernen des Lesens notwendig. In den höheren Schulstufen ist je nach Fachbereich eine häusliche Wiederholungsarbeit wünschenswert.Im Teamunterricht arbeiten die Kinder auch außerhalb des Klassenraumes. Hierfür stehen Ausweichräume und Arbeitsnischen zur Verfügung.

Am Mittwoch Nachmittag beteiligt sich eine Klassen an den Lernwerkstätten, die in aufgelösten, klassenübergreifenden Gruppen stattfinden und den vierten Schwerpunkt unseres Schulprogramms aufgreifen:

         "Konzept Ganztags- u. Nachmittagsunterricht in der GS: Wir gestalten unsere Nachmittage so, dass zum Teil offene     Lernformen angeboten werden, dies auch im Rahmen von klassenübergreifenden Initiativen."

 

 

 

 

„Lernkultur braucht  Zeit und Raum“

Die von Heinz Günther Holtappels  im Friedrich Jahresheft 1994 aufgestellte These hat nichts an Gültigkeit verloren wie uns die tägliche Arbeit in der Ganztagsschule veranschaulicht.  Zeit (Zeiteinteilung) und Raum (Räumlichkeiten)  sind zwei große Bausteine  in dieser Schulgemeinschaft um Beziehungs- und Lernkultur zu pflegen.

Ganztagsschule scheint einerseits wegen der Stundenanzahl (40 Stunden) den Kindern kaum zumutbar zu sein, lichtet sich aber bei näherer Betrachtung  als eine Schulform, in der man vielen Aspekten, die heute von Schule gefordert werden, gerecht werden kann.

Unter diesen Aspekten ist die Beziehungsebene hervorzuheben,  die unter anderem auf verschiedenen  Begegnungsebenen gelebt wird. Dazu gehören längere gemeinsame Pause, gemeinsames Mittagessen sowie eine von Lehrpersonen betreute Freizeit. Nicht selten bleibt bei längeren Pausen Zeit, Gespräche zu führen, Spaß zu haben und auch Konflikte zu lösen. Das Mittagessen als Gemeinschaftserlebnis ermöglicht im Austausch miteinander  über viele Dinge zu sprechen, die sonst unbesprochen mit nach Hause genommen werden.

  Überdies bietet die sich dem Essen anschließende Mittagszeit genügend Raum und Möglichkeit, Freundschaften intensiver aufzubauen und zu pflegen sowohl zwischen den Kindern untereinander als auch zwischen  Kindern und Lehrpersonen.

Des Weiteren kommt diese frei und selbst zu gestaltende Zeit  dem Bewegungsdrang  der Kinder stark entgegen, da sie diese in unserem Fall in einem weitläufigen, vielen Ansprüchen gerecht werdenden  Schulhof (Fußballplatz  und andere Sportzonen, Kletterturm,  Nischen, Hügel, Bepflanzung etc. ...) verbringen können. Im Rahmen eines „langen“ Schultages gibt es so genügend Möglichkeiten sich selbständig und eigenverantwortlich über den Unterricht hinaus zu begegnen und daran zu wachsen. Hierbei ist allerdings anzumerken, dass Kinder, die eine Ganztagsschule besuchen, außerhalb dieser Zeit nicht noch diversen organisierten Hobbys (Fußball, Tanzen, Klavierstunde, Schwimmkurs........) nachgehen sollen, da es auch ein Zuviel des Guten geben kann. Kinder brauchen  Zeit für sich, unverplante Trödel- und Langeweilezeit,  aus der sie wieder  Kraft für einen neuen „langen“ Schultag schöpfen.

Im Sinne gleitender Stundeneinteilung ist es möglich, mit dem zur Verfügung stehenden Zeitkontingent  flexibler umzugehen. Dies kann individuellen Ansprüchen gerechter werden. Organisatorisch ist es einfacher, Projekte und besondere Tätigkeiten in einen zeitgemäßen Unterricht einzubauen. Um dies zu realisieren bedarf es aber auch geeigneter Strukturen (genügend große Klassen mit Zusatzräumen, entsprechen ausgestattete  Bewegungsräume, Turnhallen usw. ).

Es ist nahe liegend, dass Qualität und Erfolg dieser Schulform von intensiver Kommunikation zwischen Eltern und Lehrpersonen abhängen, damit der Lern- und Lebensort Ganztagsschule bestmöglich für unsere Kinder genützt werden kann. 

 

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